Unter diesem Motto fand am 14. März die Delegiertenversammlung der Landesjugendfeuerwehr Mecklenburg-Vorpommern (LJF M-V) im Solitär in Parchim statt. Die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung ist das höchste Entscheidungsgremium der Jugendfeuerwehren in M-V. Die Delegierten aus den Stadt- und Kreisjugendfeuerwehren bestimmen die Arbeit der LJF M-V nachhaltig mit und sind als demokratisches Entscheidungsorgan Teil des Entwicklungsprozesses einer zukunftsfähigen Jugendarbeit.
Christian Borchardt, Feuerwehrmann aus der Freiwilligen Feuerwehr Barlachstadt Güstrow und seit 2022 in der Position des Landesjugendfeuerwehrwartes, stellte die Veranstaltung unter das Motto "Seid doch einfach mal ein bisschen mehr… Jugendfeuerwehr!" und verwies auf die Vielgestaltigkeit der Jugendarbeit in den Feuerwehren: Mitbestimmung, Mitgestaltung, Spaß, Engagement, Vielseitigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Zukunftsfähigkeit - all das sind die Jugendfeuerwehren in M-V. Und noch viel mehr.
Neben Berichten des Landesjugendfeuerwehrwartes und der Stadt- und Kreisjugendfeuerwehrwarte stand vor allem ein wichtiger Punkt auf der Agenda: Nach vier Jahren endete die aktuelle Wahlperiode von Christian Borchardt als Landesjugendfeuerwehrwart und Luisa Rupprecht als 1. stellvertretende Landesjugendfeuerwehrwartin. Beide stellten sich auch dieses Jahr wieder zur Wahl. In geheimer Abstimmung wurden Borchardt und Rupprecht als Landesjugendfeuerwehrwart und 1. stellvertretende Landesjugendfeuerwehrwartin mit überwältigender Stimmenmehrheit für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Die Position der 2. stellvertretenden Landesjugendfeuerwehrwartin bekleidet Patricia Riemer seit zwei Jahren.
Neben dem Bericht des Landesjugendfeuerwehrwartes über die Arbeit der LJF M-V in den vergangenen zwei Jahren wurde auch ein Impulsvortrag zur Arbeit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) von Simone Rieth gehalten. Sie gab einen Überblick über die Arbeit der DSEE und über das ehrenamtliche Engagement von Jugendlichen und Erwachsenen in der Gesellschaft. Mitbestimmung und Mitgestaltung sind in den Strukturen der Jugendfeuerwehren tief verankert und werden unter anderem im Landesfeuerwehrverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. durch das Landesjugendforum aktiv gestaltet.
In den Grußworten der Gäste unterstrich Innenminister Christian Pegel die Bedeutung, die die Jugendarbeit für die Feuerwehren hat. Das gesellschaftliche Engagement der Feuerwehrleute, schon im Kindes- und Jugendalter, formt nicht nur das demokratische Miteinander, sondern auch gegenseitige Wertschätzung und Verständnis für den jeweils Anderen. Zudem sind die Jugendfeuerwehren ein Garant für ein zukünftiges und tragbares Brandschutzwesen in M-V. Dies betonte auch Landesbrandmeister Hannes Möller, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes M-V, der in seiner Rede auf die aktuellen Entscheidungen der Landespolitik verwies: für die Unterstützung und Ausstattung der Feuerwehren in unserem Bundesland wird zukünftig auch die integrierte Jugendarbeit in den Feuerwehren vor Ort mit bewertet.
Innenminister Christian Pegel und Landesbrandmeister Hannes Möller wurden in der Veranstaltung mit der Ehrennadel der Landesjugendfeuerwehr Mecklenburg-Vorpommern in Gold, der höchsten Auszeichnung, die die LJF M-V vergeben kann, gewürdigt. Ihre Verdienste um die Unterstützung der Jugendarbeit in den Feuerwehren in M-V wurden hierbei ausgezeichnet.